casi-abi 04
 

lu








ich will auch so eine lu


*30.10.1984 – Englisch, Mathe
Frühstück? Diese Muffins vom Aldi. Wie den Kaffee? Cappuccino. Von wem den Kaffee? Freddy Prince Junior. Die oder das Nutella? Das Nutella. Lieblingsschlumpf: Torti. Tolle Worte mit L und U? Lachen und Umfallen. Wohin? Neuseeland. Lieblingskinderbuch: Struwwelpeter. Bücher und Musik? Hohlbein; Black. Zitat: „Ich weiß ja ah net.“


Im jüngeren Stadium des Phänomens Lu verhielt sie sich recht schüchtern und zurückhaltend und beobachtete durch ihre etwas dickere Hornbrille die Geschehnisse ihrer Umgebung. Schon in dieser Zeit wussten ihre Mitschüler, was in ihr steckt, und was für eine gute Freundin sie sein kann. Durch Umweltveränderungen angetrieben verschlug es dann unsere Lu nach Australien. Dort entwickelte sich ihr Kommunikationsverständnis in Englisch rapide. Jedoch vermisste sie ihre heimischen Artgenossen, so dass sie nach einem Jahr nach Coburg zurückkehrte (zum Glück!). In dieser Zeit hatte sich ein beachtlicher evolutionärer Wandel vollzogen: Ihre Hornbrille war verschwunden, so dass ihre schönen kokosnussbraunen Augen nun voll zur Geltung kamen. Aus dem kleinen schüchternen Lu hatte sich eine offene, kontaktfreudige, ja sogar partyhungrige Lady entwickelt.

Ihre lustige Ader rettete so manche langweilige Unterrichtsstunde (Lu: „Da sag ich eben nix mehr“) und ab und zu kam es zu Drohgebärden seitens der Lehrer („Hey Australian girl, shut up!”). Doch trotzdem verlor sie nie ihre gute Laune und hörte nie auf, die Anderen damit anzustecken. Denn wenn sie merkt, dass es einem ihrer Freunde schlecht geht, ist sie immer zur Stelle und kümmert sich um die betreffende Person, egal um was es geht. Dabei „nervt“ sie so lange, bis sie einem wenigstens ein Lächeln, und sei es ein gequältes, entlocken konnte, was bei ihrer Art jedoch keinem schwer fällt. Vor allem aber entpuppte sie sich als die größte Schnorrerin ihrer Art. Nichts ist vor ihr sicher, weder Pausenbrote („Oh, ich hab so nen Hunger, hast du noch was zu essen für mich?“ gepaart mit einem Grinsen, dem man fast nie widerstehen kann) noch Hausaufgaben und vor allem nicht Zigaretten.

Außerdem ist sie sehr sehr neugierig und ihre Lieblingsfrage ist „WAAAS?!“ Manchmal versucht sie nämlich 5 Leuten gleichzeitig zu zuhören – oder sie hört niemandem zu. In ihrer Freizeit ist Lu immer dort anzutreffen, wo heiße Black-Beats ertönen und sich viele gut aussehende männliche Artgenossen scharen. Nicht nur mit ihrer wunderschönen Stimme, die sie wöchentlich bei den „Young Voices“ erprobt, sondern vor allem mit ihrem sonnigen Wesen erfreut sie ihre Mitmenschen jeden Tag aufs Neue. Leider bleibt sie Coburg nicht mehr erhalten, denn unser English-wonder begibt sich wieder auf Reise, um ihre Kenntnisse im Institut für Fremdsprachen in Erlangen weiter auszubauen. Hierbei und bei der Suche nach ihrem Traum-Mann (Interessenten, bitte melden!) wünschen wir ihr das Glück dieser Welt und dass sie so einzigartig bleibt, wie sie ist!