casi-abi 04
 

daniel








organisiert - lässig - frei


*05.07.1984 - Französich, Geschichte
Was gibt's zum Frühstück? Toast, Kaffee und Joghurt. Wie magst du deinen Kaffee? Mit Milch und Zucker. Von wem möchtest du dir deinen Kaffee servieren lassen? Von Nelly Furtado, bitte. Die Nutella oder das Nutella? Natürlich DIE Nutella. Lieblingsschlumpf: Papa-Schlumpf. Tolle Worte mit D, A, N, I, E und L? Dogmatisch, Aschebescha, Nasenspray, igittigitt, ehrlich, lupenrein. Wo soll‘s noch hingehen? In Urlaub. Lieblingskinderbuch: Petzi-Bildbücher. Bücher und Musik: Herr der Ringe; Wir sind Helden. Zitat: „Nora, hab‘ ich 'nen Fleck?“


Daniel hatte schon immer Schwierigkeiten mit Unordentlichkeit, Pünktlichkeit und sportlicher Aktivität. Sein überaus penibel gepflegtes Äußeres kombiniert mit seinem permanenten Drei-Tage-Bart machen ihn zu einem unverwechselbaren Individuum.

Der Sitz seiner Drei-Wetter-Taft-Gel-Frisur, seines Hemdkragens, seiner Weste, seines Gürtels, seiner Hose und seiner Schnürsenkel hat für ihn stets oberste Priorität. Von daher war es ihm auch selten möglich, aktiv am Sportunterricht teilzunehmen, was dennoch von den Lehrkräften toleriert, ja sogar honoriert wurde. Bisweilen kann es sogar vorkommen, dass sich Daniel mitten in der Kinovorstellung um der Kleiderordnung willen von seinem Sessel erhebt, um sich seines tadellosen Erscheinungsbildes zu vergewissern. Bei anderen fiele dies wahrscheinlich unter Eitelkeit, bei ihm ist dies jedoch nur prägendes Charaktermerkmal.

Sein Ordnungsfanatismus hat zudem auch immense Auswirkungen auf seinen Schulalltag. So war es nicht selten der Fall, dass Daniel ein Klassenzimmer noch nach der jeweiligen Lehrkraft verließ; schließlich mussten „Schlamper“mäppchen – hierin mussten schon längst nicht mehr funktionsfähige Casiopeia-Kugelschreiber, der Ferienkalender von 1998 und der Niort-Austausch-Button ordnungsgemäß platziert werden –, diverse Ordner, sämtliche Hefte und Bücher, selbstverständlich nach Größe und Gewicht sortiert, und seine berühmt-berüchtigte „Geldbörse“, deren Stückzahl allein an Kinokarten die Zahl der Exponate des Louvre bei Weitem übersteigt, erst an der rechten Stelle verstaut werden. (Wer diesen Satz nicht beim ersten Lesen durchschaut hat, sollte erst gar nicht ein Zwiegespräch mit Daniel aufsuchen...)

Trotz seiner „gelegentlichen“ Unpünktlichkeit kann man sich wirklich immer bedingungslos auf ihn verlassen. Bezüglich eines kompetenten Ratschlags ist man bei ihm stets an der richtigen Adresse: Er ist ein wirklich guter Freund. Außerdem tragen seine zynischen Kommentare zu allen Lebenslagen immer zur allgemeinen Erheiterung bei. Hinzu kommt noch, dass Daniel uns allen in puncto schulischer Leistungsbereitschaft um Längen voraus war und auch nicht müde wurde, anderen bei schulischen Angelegenheiten hilfreich unter die Arme zu greifen. Hierbei war es auch von Vorteil, dass er jedwede organisatorische Kleinigkeit in allen Einzelheiten in seinem Häfft schriftlich fixierte.

Lieber Daniel, wir sind uns sicher, dass Du mit Deiner Einstellung zum Leben Deinen Weg gehen wirst, und wünschen Dir für Deine Zukunft alles Gute!